Freitag, 14. März 2014

Christchurch

... eine blühende, pulsierende, wunderschöne Stadt - so sah ich sie zu letzt 2005.

... eine von Naturgewalten geprägte Stadt - so würde man sie jetzt vielleicht auf den ersten Blick beschreiben. Die schlimmen Erdbeben habe viel zerstört. Viele Gebäude, makante Punkte im Stadtbild, sind einfach verschwunden.
Das Darfield Erdbeben vom 4. September 2010 mit einer Stärke von 7,1 hat den größten Schaden seit dem Hawke's Bay Erdbeben 1931 verursacht. Danach folgten unzählige Nachbeben. Am 22. Februar 2011 brachte ein Erdbeben der Stärke 6,3 mitten am Tag erneut Christchurch zum Beben. Diesmal blieb es leider nicht beim Sachschaden, dieses Beben riss 185 Menschen mit in den Tod.
(Quelle: http://info.geonet.org.nz)

Zum Gedenken an die Menschen, denen das Beben das Leben kostete.

Ich habe mir mit meiner Freundin Nina eine Dokumentation über die beiden stärksten Erdbeben und ihre Folgen angeschaut. Unter anderem wurden die Aufnahmen von Sicherheitskameras gezeigt - und zwar die komplette Dauer, in der die Erde bebte. Es war beängstigend, zu begreifen, wie unendlich lange es den Menschen vorgekommen sein muss. Viele haben ihr Zuhause verloren, mussten neu anfangen oder ihr ganzes Geld in die Renovierung bzw. in den Neubau ihres Hauses stecken - ungewiss, ob es bei einem weiteren Beben nicht wieder wie ein Kartenhaus in sich zusammen fällt.


 
 

 
Der Anblick der Stadt und die Schicksale aus der Dokumentation könnten einen sehr traurig machen.
Das tat es auch. Aber dann sah ich so vieles, was mit viel Humor, tollen Ideen, Optimismus, unbändigem Tatendrang, viel Kreativität und einer imensen Liebe entstanden ist und immer noch entsteht.




 
Es hat mich sehr beeindruckt und es berührt mich immer noch (auch jetzt gerade beim Schreiben), wie die Menschen in Christchurch mit solch einer Katastrophe umgehen.

Sie sehen es als Chance ihre Stadt neuzuerfinden. Es ist ein tolles Konzepte entstanden.
Hier könnt ihr es euch anschauen.


Krümel und ich waren begeistert von dem Einfallsreichtum der Kiwis. :) Tolle kleine Oasen umgeben von Schotterpisten und Baustellen, aber seht selbst:

 Zwischen all den Paletten ist eine Location entstanden, mit Livemusik und tollen Events.
 
Übergroße Sessel in Wiesenoptik laden zur Pause ein.

Wer Lust hat einfach mal abzurocken, kann sich hier austoben: Einfach Musik auswählen und los geht's: Let's dance! :)



Re:START ist nicht nur ein Mall in Schiffskontainern, es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Symbol für den Neuanfang. (http://www.restart.org.nz/)



Ob Bauzäune oder Schiffskontainer - Künstler haben es geschafft, diese als Plattform für ihre Kunst zu nutzen und somit positive Energie und Lebensfreude mit allen anderen zu teilen.


 

Ein wenig Altbekanntes bzw. "Normalität":



Christchurch

... eine Stadt zum Verlieben. Sie strahlt so viel Positives und Herzliches aus. Was soll ich sagen: Ich liebe diese Stadt und ihre Menschen!





1 Kommentar:

  1. What a wonderful album of photos. What you have written is so special Michelle. XX

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